Stationärmotoren

Schmid’scher Wassermotor

DerSchweizer Maschineningenieur  Albert Schmid aus Zürich entwickelte in den 1870er Jahren einen kleinen Wassermotor, der ähnlich einer Dampfmaschine arbeitete. Ein Kolben in einem Zylinder wurde wechselseitig mit Druckwasser beaufschlagt, so dass sich dieser im Zylinder hin- und herbewegte, eine Kurbelwelle wandelte diese Bewegung in eine Drehbewegung um. Ein Schwungrad sorgte für einen gleichmäßigen Rundlauf der Maschine. Die Steuerung des Kolbens wurde dadurch bewerkstelligt, dass der Antrieb der Kurbelwelle ohne Kreuzgelenk ausgeführt wurde und dadurch der Zylinder oszillierend ausgeführt werden konnte. Die Bewegung des Zylinders gab abwechselnd die Ein- und Auslasskanäle frei. Um in der Phase, wo kurzzeitig beide Einlasskanäle verschlossen waren, die dabei entstehenden Druckspitzen des Wassers aufzufangen, wurde bei dem Motor ein Windkessel angebracht. Eine einfache Vorrichtung ermöglichte durch Anheben oder Absenken der Rotationsachse des Kolbens, den Dichtspalt zwischen dem feststehenden und dem sich bewegenden Teil genau einzustellen, so dass sich die Kontaktflächen nicht berührten, aber auch nicht zu viel Leckwasser austrat.

Der Schmid-Motor wurde an derWeltausstellung 1873 in Wien vorgestellt und kam danach in Druckwassernetzen zum Einsatz, aber auch für mobile Kreissägen zum Zerkleinern von Brennholz in Zürich und andere Anwendungen. Viele Schmid’sche Wassermotoren wurden mit Aufkommen der elektrischen Energieversorgung nicht mehr benötigt und wurden während des Ersten Weltkrieges verschrottet, besonders wegen den vielen Messingteile, die Rohmaterial für die Munitionsherstellung lieferten. Wenige Exemplare sind erhalten geblieben, wie zum Beispiel der Motor zum Antrieb der Pumpe der Wasserversorgung Rotenberg

Quelle: Wikipedia

 

Besitzer: Eckhard Kilian, Hillscheid

 

Deutz MA 608 – 4 PS Benzin Baujahr 1939 mit Untersetzunggetriebe – Besitzer: Eckhard Kilian